Inklusionismus und seine Folgen

Inklusionismus steht für eine „neue“ Art des Denkens und Handelns, mit der ein Wandel im Bewusstsein der Menschheit erreicht werden kann. Der Mensch und die Menschheit sollte umdenken und umfassend, alle Lebensgrundlagen einschließend, ganzheitlich denken und handeln:

  1. Der Mensch ist nicht von der Natur getrennt sondern Teil der Natur, die alle Existenz auf der Erde umfasst. Ebenso wie alle Existenz auf Erden besteht der Mensch aus Materie für deren Erhalt er Materie benötigt. Die Wissenschaft hat dargelegt, dass Energie nie verloren geht – sie wechselt allenfalls ihre Form. Der Mensch ist zu Materie gewordene Energie. Dieser Tatsache kann sich kein Mensch entziehen, egal welcher Glaubens- bzw. Religionsform ein Mensch angehört. Jeder Mensch wächst in einer Frau heran, stirbt am Ende seines Lebens und in der Zwischenzeit ist er darauf angewiesen Nahrung zu sich zu nehmen. Das Erstaunlich daran ist der Fakt, dass jeder Mensch, genau wie die Natur, mehr ist als die Summe der einzelnen Bestandteile. Die Natur ist ein umfassendes komplexes System, das der Mensch nur in sehr bedingter Weise erfasst – trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnisse! Die Menschen sind darauf angewiesen die Natur für ihre Existenz zu nutzen doch statt nur Nutzer oder Ausbeuter zu sein, sollte der Mensch und die Menschheit Hüter, Behüter und Beschützer sein – im eigenen Interesse!
  2. Wer die Natur aufmerksam beobachtet, entdeckt darin nicht vornehmlich die Erkenntnisse, dass nur der Stärkere überlebt, sondern vor allem die Erkenntnis, dass Natur vor allem dort wächst und gedeiht, wo das Prinzip der Kooperation vorherrscht. Zusammenarbeit und Miteinander ist das vorherrschende Prinzip in der Natur. Wachstum findet vor allem dort statt, wo die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden. Der Mensch und die Menschheit sollte die Natur als Kooperationspartner erachten. Durch die Suche nach einem gemeinsamen Ziel (Zielfusion), welches die Interessen und Bedürfnisse beider Seiten berücksichtigt, entsteht in einer Kooperation ein konstruktiver Austausch, der zu neuen Ideen bzw. zum genannten Synergie-Effekt führt. Leider kann sich die Natur nicht persönlich Artikulieren. Sie kann nicht für sich selbst sprechen. Hierin liegt die Verantwortung der Menschheit. Wenn die Menschheit ihr Wachstum erhalten möchte, dann ist dies nur möglich, wenn sie die Interessen und Bedürfnisse der Natur verantwortungsvoll berücksichtigt. Dies führt automatisch zu ökologischem, sozial gerechtem und sinnstiftendem Handeln.
  3. Wachstum darf nicht mehr einseitig als Wachstum des Bruttoinlandsprodukts verstanden werden. Wachstum ist dann gegeben, wenn eine gesunde Balance gefunden ist und diese in gegenseitiger Abstimmung weiter wächst. Wachstum in diesem Sinne wird nicht als einseitige sondern gegenseitige Bereicherung verstanden. Dies bedeutet für die Menschheit, ihr eigenes Ego in Anerkennung vor den Möglichkeiten und Leistungen der Natur zurück zu nehmen. Es bedeutet für jede/n Einzelne/n die Reduktion egoistischen Denken und Handelns in Anerkennung der Leistungen anderer. In der sogenannten westlichen Welt fühlen sich viele Menschen von den ungerechten, unsozialen und unökologischen Geschehnissen der Welt abgekoppelt und allzu häufig auch hoffnungslos. Dabei bedenken sie nicht, dass sie genau mit dieser Haltung einfach weiter machen, wie gewohnt, und damit das zerstörerische System weiter unterstützen. Wenn jede/ Verantwortung übernimmt, wird sich etwas ändern und Wachstum ist auf neue Art möglich.
  4. Jeder Mensch sollte sich als Teil der Natur, als Teil eines großen Systems verstehen. Nicht als austauschbares Zahnrad in einer großen Maschine, sondern als unverwechselbares Glied in der Lebenskette, dem Nichts unmöglich erscheint. Jeder Mensch sollte sich von der Krise der Welt nicht in Angststarre versetzen lassen. Die Krise ist im Wesentlichen eine Krise der Vorstellungen. Gandhi sagte. „Es ist genug für unserer aller Bedürfnisse da, aber nicht für unser aller Gier.“ Wenn jede/r von der Gier Abstand gewinnt und zu den eigentlichen menschlichen Bedürfnissen zurück findet, wird es für alle besser werden. Die größten Bedürfnisse des Menschen sind die nach Nähe und Anerkennung. Wer zu diesen Grundbedürfnissen zurück gefunden hat, ist wieder mit sich verbunden. Eine solche mit sich verbundene Person wird sich aus dem Grundbedürfnis nach Nähe mit anderen verbinden und hierüber auch die Verbundenheit zur Welt und zur Natur finden. Der Mensch hat ein tiefes Bedürfnis, ja eine Sehnsucht, nach Einheit. Er sucht mit dem, was er tut, wie er es tut, mit dem wie er sich kleidet, was er arbeitet und wie er lebt, sich als Ganzes zu fühlen. Dieses Gefühl ist in Unabhängigkeit zur Welt, zur Natur, zur Umwelt nur schwerlich zu erreichen - in Verbundenheit schon.


Inklusionismus, einschließendes Denken und Handeln, findet in dem Bewusstsein statt, dass der Mensch in seinem Wesen von der Natur abhängig ist und die Natur der Welt seine Existenz sichert und er deshalb die Natur nicht ausbeuten darf sondern in eigenem Interesse behüten muss.

Die Natur fordert keine demütige Unterwerfung, ebenso wie sie sich nicht demütig unterwerfen lässt. Die derzeitigen Krisen der Welt deuten vielmehr darauf hin, dass ein Fortbestand der Menschheit auf der Welt nur möglich ist, wenn die Menschheit zu einem kooperativen Miteinander von Menschheit und Natur findet, in welchem die Menschheit Verantwortung für diesen Prozess übernimmt.  

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Inklusion(-ismus)

Inklusion (lat. inclusio = "Einschluss") bedeutet so viel wie Einschluss, Eingeschlossenheit, Dazugehörigkeit.

Ein "-ismus" steht für ein Wortbildungselement, welches ideologische, kulturelle oder ähnliche Richtungen kennzeichnet.

Inklusionismus = neues Denken und Handeln in Ökologie, Ökonomie, sowie hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit und Persönlichkeitsentwicklung, das ganzheitlich und nachaltig ausgerichtet ist.

Lesen Sie hierzu auch:

Warum Inklusionismus

Notwendiger Inklusionismus

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