Depression und Angst

Was können wir aus dem Lebensziel: Stress lernen?

Nicht nur Lachse konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche ihres Lebens und vernachlässigen dabei, dass es andere Bereiche und Möglichkeiten im Leben gibt. In der Konzentration auf den Weg vor uns, den Weg zum Erfolg, wie ihn die Gesellschaft definiert, verlernen wir, links und rechts dieses Weges nach Möglichkeiten der Entfaltung Ausschau zu halten.

Wir sind so konzentriert auf Erfolg in unserem Leben, dass wir nicht merken, wie wir uns selbst in Stress versetzen. Da wird mit wachsendem Erfolg ein größeres Auto, ein Haus oder was auch immer gekauft – wir sind ja aufgefordert, den Erfolg nicht im Stillen zu genießen, sondern nach außen hin zu zeigen, wie erfolgreich wir sind. Wir erweitern den finanziellen Rahmen unseres Lebens kontinuierlich, bis wir irgendwann den Stress haben, so viel verdienen zu müssen, das wir alles bezahlen können. Aus vielleicht anfänglich sogar gegebener Freude an dem, was wir tun, wird Stress, wird Leid, wird Depression. Da die ganze Gesellschaft, unser ganzes Umfeld entsprechend auf Erfolg programmiert ist, kann uns auch kaum jemand helfen, aus unserer Situation einen Weg zu finden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass Depression und Angst in nächster Zukunft als Krankheitsbilder so stark werden, dass wir dies mit unserem Gesundheitssystem nicht mehr werden zahlen können. Wenn Sie jedoch rechtzeitig lernen, sich für sich, Ihr Leben in Ihrer Umwelt und im Miteinander Ihrer Mitmenschen in unserer Gesellschaft zu begeistern, dann können Sie und ich und wir etwas ändern, damit es Ihnen, uns, unserer Gesellschaft und unserer Umwelt wieder besser geht und nicht so viele Menschen krank werden müssen. Sie können das schaffen!

Sicherlich haben Sie schon einmal die Erfahrung gemacht, dass jemand, der Begeisterung für eine Sache aufbringt, auch andere in Begeisterung versetzen kann. Begeisterung vervielfacht sich wie von selbst! Begeistern Sie sich für sich. Sie werden sehen, wie sehr Ihr Umfeld dies annehmen und Ihnen wiederspiegeln wird.

Unser Gehirn ist grandios und unglaublich Leistungsfähig. Vertrauen Sie auf Ihr Gehirn. Es kann bis ins hohe Alter immer wieder neu dazu lernen. Dabei hat es mehr Möglichkeiten, als wir glauben. Es wird mit einem riesigen Potential geboren und durch das, was wir in der Kindheit lernen, wird es geprägt. Bestimmte Hirnbereiche wachsen, andere verkümmern, da sie nicht oder nur wenig genutzt werden. Aber alles, was verkümmert, kann jederzeit wieder aktiviert werden. Jeder kann jederzeit lernen umzudenken. Wir sollten die Vorstellungen vom Leben, die wir im Kopf haben als eine Möglichkeit wahrnehmen und uns dafür öffnen, dass viel mehr und anderes möglich ist. Dabei ist der Schlüssel zum Lernen nicht das „Wollen“ oder „das Gezwungen-werden“ sondern die Begeisterung, das Gefühl der Freude für und mit etwas.

Trainingsprogramme, wie sie mit Gehirnjogging modern geworden sind, nutzen wenig, wenn das, was gelernt werden soll, nicht mit Begeisterung und Freude aufgenommen wird. Lernen, so hat die Wissenschaft herausgefunden, führt nur dann zu Veränderungen im Gehirn, zu Wachstum, wenn bestimmte Botenstoffe, sogenannte neuroplastische Botenstoffe, im Gehirn freigesetzt werden. Diese Botenstoffe führen wie Dünger zu Wachstum. Doch sie werden nur freigesetzt, wenn mit Begeisterung gelernt wird. Dies erklärt auch die Sinnlosigkeit von Strafandrohung oder Prügel, wenn es ums Lernen geht. Nicht „leidvolles“ sondern nur „freudvolles“ lernen führt zur Ausschüttung der notwendigen Botenstoffe und damit zum Wachstum des Gehirns, was wir als Lernerfolg wahrnehmen.

Die Begeisterung ist der Schlüssel zur Lernfähigkeit und zur Veränderung – so das Ergebnis neuster Hirnforschung. Doch dies ist eine schwer verdauliche Nachricht in einer Gesellschaft in der die Begeisterungsfähigkeit eingefroren oder abgestorben ist. Niemand kann zur Begeisterungsfähigkeit gezwungen werden. Wir können Begeisterungsfähigkeit nicht fordern oder einfach einführen. Wir müssen ihr Raum geben, sie möglich machen. Wir müssen Möglichkeiten geben, positive Erfahrungen mit Begeisterung zu machen.

Lesen Sie weiter bei: Falsche Vorstellung von Erfolg

Eine-Welt-Sicht

Die Eine-Welt-Sicht umschreibt den Ansatz, welcher die Welt in Anwendung des Inklusivismus betrachtet und in dieser Weltsicht zu ganzheitlichem und nachhaltigem Denkten und Handeln führt. Hierzu einige Ausführungen unter:

1. Leben neu kennenlernen

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2. Scheuklappen wahrnehmen

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3. Lebensziel: Stress

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4. Depression und Angst

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5. Bedürfnisse wieder wahrnehmen

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6. Falsche Vorstellung vom Erfolg

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7. Aus dem ungesunden Kreislauf aussteigen

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8. Entfaltungskultur statt Ressourcenkultur


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